Maria & Michel: Hilfe in letzter Sekunde?

Endlich war es so weit! Gestern – sprich am 27. April 2019 – durfte ich endlich meine persönliche Hochzeitssaison eröffnen. Es war ein Tag an dem sogar der Himmel geweint hat, er konnte seine Freudentränen einfach nicht zurückhalten und so brauchte er den ganzen Tag, bis er sich wieder beruhigt hatte.

Die kirchliche Trauung von Maria & Michel fand in der Himmelspforte in Wyhlen statt und ich durfte das Ereignis mit einer individuellen & persönlichen Rede untermalen.

Ich kann euch verraten, dass ich es kaum abwarten konnte. Es ist ein spezielles Gefühl der Anspannung, welches sich breit macht. Lasst es mich mal versuchen zu beschreiben, dass ihr nachvollziehen könnt was ich meine.

Stellt euch vor, ihr sitzt in der Schule und der Lehrer stellt eine Frage in die Klasse. Noch bevor er den letzten Buchstaben ausgesprochen hat, wisst ihr bereits die Antwort und streckt mit voller Energie den Finger in die Höhe. Doch ihr werdet nicht beachtet und stattdessen werden auch noch eure Klassenkameraden dran genommen. Zu allem Übel geben die auch noch die falschen Antworten. Das innere Verlangen fühlt sich nun in etwa so an wie ein Luftballon, welcher mit Luft gefüllt wird und kurz vor dem Platzen steht!
Und dann, ja dann, endlich seid ihr an der Reihe und dürft die richtige Antwort nennen.

Jetzt könnt ihr euch vorstellen wie ich mich gefühlt habe, so kurz vor der Saisoneröffnung.

Aber warum der Titel „Hilfe in letzter Sekunde“?

Das lässt mich perfekt zum Thema Freie Trauung, bzw. meinem Job überleiten. Es ist wieder ein toller Beweis dafür gewesen, warum ich diese Aufgabe so schön finde. Es sind nicht unbedingt die freien Trauungen. Nein, es ist das persönliche Geschenk, welches ich übergebe und die anschliessende Gefühlsregung den Paare.

Kommen wir nun dazu, warum ich den Titel gewählt habe.

Maria hat mich angerufen, nun eigentlich war es zuerst ihre Trauzeugin Ronja. Sie rief mich an (6 Wochen vor der Trauung) und sagte, dass ihre beste Freundin bald heiratet, aber total enttäuscht sei, wie die Trauung ablaufen soll. Maria singt seit 20 Jahren im Chor und daher stand es für sie ausser Frage. Die Trauung findet in einer Kirche statt!

Ihr fehle aber der persönliche Teil, die Dinge die sie und ihren Mann ausmachen, ihre Beziehung ausmachen. Ronja fragte also, ob ich hier unterstützen könnte. Aber natürlich kann ich das, bis zu dem Zeitpunkt habe ich nur komplette freie Trauungen durchgeführt, aber warum nicht mal „nur“ eine persönliche Rede?

So kamen wir nun in Kontakt, vielen Dank Ronja an der Stelle für das Vermitteln. Ich traf mich wie gewohnt mit Maria & Michel zum Kennenlerngespräch. Schliesslich ist dieses Treffen essentiell und die Basis. Die Chemie zwischen den Paaren und mir muss stimmen. Erstens bekomme ich die Ehre, intime Eindrücke zweier Menschen zu erhalten und zweitens muss ja auch was vernünftiges raus kommen. Wenn hier das Gefühl schon nicht stimmt, kann das Ergebnis auch nichts werden.

Das Intensivgespräch folgte nachdem ich das „Go“ der Beiden erhalten habe. Bei diesem Treffen durfte ich eine Geschichte zweier Personen kennenlernen, welche man so nicht ausdenken kann. Ich werde hier ganz gewiss keine Details verraten, aber es ist wieder einmal ein Beweis dafür, das die Aussage „Gegensätze ziehen sich an“stimmt!

Maria und Michel, ich wünsche euch alles Gute für die gemeinsame Zukunft und lasst mich mit folgenden Worten schliessen:

Bleibt so wie ihr seid und behaltet das Fahrwasser auch dann bei, wenn mal kein Licht den Weg leuchtet.

Euer Trauredner
Stefan

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